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Elisabeth Pähtz legte erfolgreich ein scharfes Tempo gegen Elina Danielian vor
Pähtz kämpft um Top-Ten-Platz
Marco Held
Eine erneute Glanz-Partie beschert Elisabeth Pähtz nach einem Turnierverlauf mit Höhen und Tiefen heute beste Chance auf eine Plazierung unter den besten zehn Spielerinnen des Kontinent. Diesem vor der Europameisterschaft angstrebten Ziel kam die 19-jährige Schülerin am Sportgymnasium mit einem Sieg gegen ihre eigene Geheimfavoritin auf den Titel, Elina Danielian aus Armenien, deutlich näher. Nach nur 29 Zügen bekannte sich Pähtz´ Kontrahentin geschlagen, deren Formkrise mit der dritte Niederlage in Folge die DSC-Spielerin mustergültig auszunutzen wusste.
Keine Veränderungen gab es an der Spitze des Turnieres, wo das führende Duo Zhaoqin Peng aus den Niederlanden und Alexandra Kosteniuk eine ausgeglichene Stellung 79 Züge lang auskämpfte. Das änderte allerdings nichts an der Punkteteilung, die allerdings keine der drei Verfolgerinnen nutzen konnte. Sowohl Irina Slavina und Cristina Adela Foisor als auch die beiden ehemaligen Titelträgerinnen Natalia Zhukova und Antoaneta Stefanova trennten sich unentschieden. Den einzigen Sieg auf der Bühne konnte die junge Russin Tatiana Kosintseva gegen Jovanka Houska einfahren und die Verfolger zu einem Quartett ergänzen. Elisabeth Pähtz verkürzte durch ihren Erfolg den Rückstand auf nur noch einen Zähler und rangiert auf dem geteilten 7. Platz. Ein Unentschieden heute könnte der gebürtigen Erfurterin bereits vor dem Playoffs am Samstag die WM-Qualifikation durch einen Platz unter den ersten 12 Spielerinnen sichern.
Jessica Nill heute mit einem Remis gegen starke Gegnerschaft
Czäczine glänzt im deutschen Team

Zwei weitere deutsche Spielerinnen durfte mit ihrer Leistung am gestrigen Tag sehr zufrieden sein. Jessica Nill schaffte mit den schwarzen Steinen ein Unentschieden gegen Marie Sebag aus Frankreich. Eine etwas seltsame Situation entspann sich im Endspiel, welches mit ungleichfarbigen Läufern tot remis war. „Ich hatte bereits zweimal remis geboten, damit war sie dran. Warum sie es nicht machte - keine Ahnung!“, lächelte die Nationalspielerin von Baden-Oos. Schließlich holte Anne Czäczine aus Chemnitz ihren sechsten Punkt durch einen Sieg gegen Vera Papadopoulou, was bereits vor der Schlussrunde mit der IM-Norm-Erfüllung zum Turnierende gleichbedeutend ist.
Den einzigen Dresdner Sieg neben der Nationalspielerin Pähtz fuhr gestern Claudia Meißner ein. Sie behielt gegen Susan Großmann aus Magdeburg die Oberhand und meinte: „Ich dachte schon über ein Remis nach, weil ich keine Idee hatte, entschied mich dann aber zum „Zocken“. Das lässt mir zum Schluss die Chance, doch noch die 50%-Marke zu schaffen.“ Zwei Unentschieden gegen starke Gegnerschaft gab es für Tina Mietzner und Evgenija Shmirina. Die 14-jährige trauerte ihren verpassten Chancen nach: „Ich stand eigentlich klar auf Gewinn, hab aber mit knapper Zeit den Weg nicht gefunden.“ Ein Remis zum Abschluss der EM müsste aber für die junge DSC-Spielerin für den Titel der „Internationalen Meisterin“ genügen. Weniger erfolgreich verliefen die Partien von Galina Shmirina und Ulrike Rößler, die sich geschlagen bekennen musste. Ulrike berichtete: „Zwei falsche Entscheidungen getroffen, die erste strategisch, die zweite taktisch. Das hat mich die Partie gekostet.“ Auch die jüngste Teilnehmerin des Turniers, die seit gestern 13 Jahre junge Elena Winkelmann, musste ihren möglichen ersten erspielten Sieg des Turniers nach der Niederlage gegen Pavlina Chilingirova aus Bulgarien auf die letzte Runde verschieben.
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