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Zhaoqin Peng in gewohnter Manier Siegerin gegen Foisor
Peng und Kostenjuk spielen um Gold
Marco Held / Dagobert Kohlmeyer
Auch wenn heute die letzte Runde der Schach-EM in Dresden gespielt wurde, müssen die Fans noch auf die neue Titelträgerin warten. Am 12. Spieltag gewannen die beiden Spitzenreiterinnen ihre Partien und werden deshalb am Samstag erneut gegeneinander antreten. Es geht in den Schnellschach-Duellen zwischen Zhaoqin Peng und Alexandra Kosteniuk nicht nur um die Europameisterschaft, sondern auch einen Pokal aus echtem Dresdner Porzellan.
Als erste hatte Vizeweltmeisterin Alexandra Kosteniuk (Russland) ihre junge Landsfrau Tatiana Kosintseva nach dramatischem Spiel bezwungen. Allerdings war ihr dabei die Schachgöttin Caissa mehr als hold. Die 18-jähirge Kosintseva schien nach beherztem Angriff klar auf der Siegerstraße zu sein, verlor aber in der Zeitnotphase den Faden. So kam innerhalb weniger Züge das Ende für ihre Hoffnungen, während „Schach-Sternchen“ Kosteniuk über die unverhoffte Titelchance jubeln durfte.
Nach der Partie interessierte sich Kosteniuk nur für das Ergebnis ihrer schärfsten Rivalin Peng Zhaoqin. Die bisher unbezwungenen Holländerin landete einen strategisch feinen Sieg gegen die Rumänin Cristina Foisor. Mit Schwarz manövrierte Peng ihre Gegnerin lehrbuchreif aus und konnte das Brett nach 56 Zügen als Gewinnerin verlassen.
Kosteniuk und Peng beendeten das Turnier mit je 9,5 Punkten und streiten ab 15.00 Uhr mit verkürzter Bedenkzeit um den EM-Titel. Zunächst werden zwei 15-Minuten-Partien ausgetragen. Steht es danach 1:1, wird die Bedenkzeit auf je 5 Minuten reduziert.
Zur Schlussrunde noch ein optischer Höhepunkt trotz Niederlage: Jana Krivec
IM-Freuden von zwei Deutschen

Auch um Rang drei wird noch zwischen vier Spielerinnen gestochen. Neben Irina Slavina und Natalia Zhukova, die sich unentschieden trennten, schafften Nana Dzagnidze und Antoaneta Stefanova mit vollen Punkten den Sprung in das Verfolger-Quartett mit einem Punkt Rückstand. Dabei setzte sich die Bulgarin Stefanova gegen die Dresdner Hoffnung Elisabeth Pähtz durch. Die 19-Jährige geriet gegen die Europameisterin von 2002 schnell unter Druck und verlor einen Bauern, wonach sie die Stellung nicht mehr halten konnte. Sie landete in der Endabrechnung auf einem guten 16. Rang mit 7,5 Punkten aus 12 Runden. Diesem Resultat fehlte leider ein halber Zähler, um im Stichkampf noch um die WM-Qualifikation kämpfen zu können.
Riesige Freude gab es dagegen bei Evgenija Shmirina. Die 14-jährige Schülerin am Sportgymnasium sicherte sich mit einem abschließenden Unentschieden gegen die Russin Sandugach Shaidullina ihren sechsten Punkt und damit die IM-Norm, den sie aufgrund der 12 Runden sofort verliehen bekommt. Das gleiche gilt für die Chemnitzerin Anne Czäczine, die sich nach einem fantastischen Turnier zwar heute der Polin Joanna Dworakowska geschlagen geben musste, allerdings genauso wie Evgenija auf sechs Punkte verweisen kann.
Ein tolles deutsches Resultat gab es für Jessica Nill, der ein Unentschieden gegen Nadezhda Kosintseva 6,5 Punkte und Platz 46 einbrachte.
Auch Elena Winkelmann, das „Küken“ im Teilnehmerfeld, fuhr endlich ihren ersten erspielten Sieg gegen Ursula Hielscher ein und strahlte mit der Sonne um die Wette. Das reichte für den 102. Rang für die 13-Jährige. Ulrike Rößler gewann ihre Schlusspartie und brachte es auf 6 Punkte, ebenso wie Tina Mietzner mit einem Unentschieden gegen die Russin Tatiana Stepovaia. Fünf Zähler erspielten sich Claudia Meißner und Galina Shmirina, die die EM mit einem halben Zähler gegen Olga Vasiliev beendete.
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