Deutsch Englisch Landeshauptstadt Dresden Freistaat Sachsen European Chess Union Home Email an uns
  |  
Europameisterin Pia Cramling stand zum Auftakt der EM Rede und Antwort
„Ich liebe das klassische Schach“
Dagobert Kohlmeyer
Die 40jährige Großmeisterin ist eine lebende Schachlegende. Seit vielen Jahren verkörpert sie die absolute Weltspitze im Damenschach und trägt als eine der wenigen Spielerinnen auch den Großmeistertitel der Herren. Der „Doktorhut“ des Schachs wurde ihr 1992 von der Weltföderation FIDE verliehen.
Pia Cramling lebt in Spanien und ist mit Großmeister Juan Bellon verheiratet, der sie in Dresden begleitet. „Er ist mein Coach und meine beste Stütze“, sagt die zierliche Frau mit den großen blauen Augen. Wir sprachen mit Pia Cramling zum Auftakt der Schach-EM im Dresdner Treff Hotel.


Sind Sie zum ersten Mal in Dresden?

Ja. Ich habe aber schon viel von Ihrer schönen Stadt gehört. Am Ruhetag stehen ein Besuch des Zwingers und der Gemäldegalerie auf meinem Programm.

Werden Sie Ihren Titel erfolgreich verteidigen?

Das wird sehr schwer, auch wenn ich die erste Partie schon gewonnen habe. Wir spielen hier mit verkürzter Bedenkzeit. Früher hatte jeder zwei Stunden für die ersten 40 Züge, heute müssen 36 Züge in 90 Minuten absolviert sein.

Ist der Unterschied so gravierend für Sie?

Sicher, denn ich zähle mich zu den Großmeisterinnen, die normalerweise das klassische Schach bevorzugen. Das heißt, ich suche immer den optimalen Zug. Dafür braucht man aber genügend Bedenkzeit. Und die Qualität des Spiels wird auch besser.

Was ist also Ihr Ziel bei dieser EM?

Ich möchte in erster Linie gutes Schach zeigen und Freude bei meinen Manövern am Brett empfinden. Wenn dann noch ein guter Platz herauskommt – umso besser.

Ein Wort zur Konkurrenz. Wen favorisieren Sie?

Es gibt eine Reihe von sehr starken Spielerinnen, die für den Titel in Frage kommen. Zum Beispiel die Bulgarin Antoaneta Stefanowa. Wenn sie in guter Form ist, kann sie natürlich gewinnen. Sie war ja vor zwei Jahren in Varna schon einmal Europameisterinnen.

Und die russischen Großmeisterinnen?

Sie werden ein gewichtiges Wort mitreden, ganz klar. Es gibt bei ihnen ja immer wieder sehr viele Talente. Zum Beispiel die Kosinzewa-Schwestern. Sie sind noch Teenager, aber schon Weltklasse. Für ein so langes Turnier über 12 Runden bringen sie die nötige Energie mit.

Pia, Sie haben viele Jahre erfolgreich in der deutschen Schach-Bundesliga gespielt, auch bei den Herren. Werden wir Sie dort in der kommenden Saison wieder begrüßen können?

Ja, das können Sie, aber im Frauen-Team von Turm Emsdetten.
AUSRÜSTER
news
04.04.2004
Eindrücke einer Organisatorin
Ein Mitglied des Oraginsationsteams gab der Bitte nach, einmal seine eigenen Eindrücke vom Turnier zu schildern. mehr
04.04.2004
Strahlende Alexandra Kosteniuk zum Abschluss
Gelegenheit zur Ehrung der Siegreichen, der Besten und der Organisatoren war beim Abschlussbankett der Frauen-EM. mehr
03.04.2004
Das schönste Gesicht der EM
Zuschauer und Journalisten waren sich einig: Der Titel der "Miss Europameisterschaft" gebührt Anna Sharevich. mehr
archiv
seite empfehlen  |  seite drucken  diese Seite drucken  |  seitenanfang  seitenanfang
© COPYRIGHT EUROCHESS-DRESDEN.ORG 2004  |  IMPRESSUM  |  KONTAKT  |  VISITS:   2944900