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Die neue Europameisterin: Alexandra Kosteniuk dominierte das Stechen
Pragmatik und Eleganz – Europameisterin Alexandra Kosteniuk
Marco Held
Bereits früher als an den vergangenen 12 Tagen begann die Arbeit für das Schiedsrichtergespann im Treff-Hotel zu den Tie Breaks. Dabei galt es nicht nur zwischen den nach Abschluss der Europameisterschaft punktgleichen Zhaoqin Peng und Alexandra Kosteniuk den neuen Titelträger zu ermitteln, sondern auch Platz drei war auszuspielen und schließlich zwei verbleibende Qualifikationsplätze für die Weltmeisterschaft zu vergeben, um die sich jeweils vier Spielerinnen duellieren mussten.
Im Mittelpunkt des Interesses stand freilich in erster Linie das Finalmatch um Titel und den Pokal aus Dresdner Porzellan. Dabei überzeugte die 19-jährige Russin Alexandra Kosteniuk vom ersten Zug an zumindest optisch: nicht nur passten die Schuhe im Muster genau zur Hose, sondern auch das rückenfreie Oberteil wusste die Schachfans zu fesseln. Trotz allem konzentrierten sich deren Blick irgendwann doch auf das Geschehen auf dem Brett, wo Kosteniuk in der ersten Partie mit den schwarzen Steinen einen durchschlagenden Königsangriff inszenieren konnte. Das brachte sie mit Weiß in die komfortable Situation, sich mit einem Remis zufrieden geben zu können. Doch auch diese Partie dominierte das FIDE-„Schach-Sternchen“ sicher und konnte es sich leisten, eine klar gewonnene Stellung so abzuwickeln, dass ihrer niederländischen Kontrahentin absolut keine Gewinnchancen mehr blieben. Nach 39 Zügen musste Peng sich mit einem Unentschieden zufrieden geben und der Titel für Alexandra Kosteniuk stand fest. Nach der Vize-Weltmeisterschaft der erste große Erfolg im Frauen-Bereich für die in Perm geborene junge Russin!
Antoaneta Stefanova holte sich EM-Bronze
Bühnenreife Leistungen um Platz 3 und die WM-Qualifikationen

Im Kampf um die Bronzemedaille ließ Antoaneta Stefanova nur im ersten Match gegen Nana Dzagnidze etwas Spannung aufkommen, nachdem sie die erste Partie sicher für sich entscheiden konnte. Es folgte in Durchgang zwei eine „unendliche Geschichte“ im Endspiel, dass ihre georgische Kontrahetin so lange auf Sieg spielte, bis die 50-Züge-Regel für die Punkteteilung sorgte. Das Duell um Platz drei war dann eine sichere Sache für die bulgarische Titelträgerin von 2002, die mit 2:0 die Oberhand gegen Natalia Zhukova behielt. Nicht an ihre guten Leistungen während der 12 EM-Runden anknüpfen konnte dagegen Irina Slavina, die gegen Dzagnidze mit 0:2 den Kürzeren zog und das Turnier auf Rang sechs beendete.
Schließlich gab es zwei WM-Qualifikationsplätze zu vergeben. Einen davon sicherte sich die gestern so unglücklich gegen die neue Europameisterin unterlegene Tatiana Kosintseva. Die 18-Jährige schlug mit einer spielerisch überzeugenden Leistung Nino Khurtsidze mit 1,5:0,5 und ließ nur durch ihren Zeitverbrauch Spannung aufkommen. Der letzte verbliebene Platz für die Weltmeisterschaft ging etwas überraschend an Jovanka Houska, die sich gegen die Russin Olga Zimina durchsetzte.
Mit einem letzten Blick auf den Turniersaal mit den interessierten Zuschauern und Spielerinnen kann man nur hoffen, sich in vier Jahren bei der Schach-Olympiade in Dresden wiederzusehen!
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