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Elisabeth Pähtz liegt nach einem Schwarz-Remis gut im Turnier
Peng wirft den Fehdehandschuh
Marco Held / Dagobert Kohlmeyer
In Runde vier sondert sich langsam die Spreu vom Weizen. Nur noch eine Spielerin hat nach vier Runden im Feld der 108 EM-Tielnehmerinnen ihre weiße Weste wahren können. Die Holländerin Zhaoqin Peng führt vor der fünften Runde das Feld allein mit 4 Punkten an. Zuletzt besiegte die 35 jährige holländische Großmeisterin, die aus China stammt, Elena Sedina (Italien).
Hinter der Niederländerin lauert eine Verfolgergruppe von acht Spielerinnen mit je 3,5 Punkten. Zu ihnen gehört die Dresdnerin Elisabeth Pähtz, die heute ihr erstes Remis im Turnier abgegeben hat. In einer Sizilianischen Partie führte die DSC-Großmeisterin die schwarzen Steine und nahm nach 17 Zügen das Friedensangebot ihrer armenischen Gegnerin Lilit Mkrtchian an. Die junge Dame aus dem Kaukasus verzichtete trotz des Vorteils der weißen Figuren schon früh auf weitere Gewinnversuche. Nach einer Zugwiederholung war das Remis unausweichlich.
Elisabeth Pähtz zeigte sich hinterher nicht unzufrieden: „Ich hatte eine schärfere Eröffnungsvariante meiner Kontrahentin erwartet. Mit dem Unentschieden kann ich gut leben. Das Turnier ist noch lang, da gilt es, die Kräfte gut einzuteilen“.
Zhaoqin Peng - als einzige ungeschlagen im Feld
Shmirina bleibt im Dresdner Duell Siegerin

Durch die Ergebnisse an den ersten Brettern konnte mit Pia Cramling eine Turnierfavoritin wieder den Anschluss herstellen. Sie setzte sich gegen die Französin Marie Sebag durch. Auch Elina Danielian aus Armenien gelang ein wichtiger Sieg gegen die bisher überraschend starke Tea Bosboom-Lanchava.
Ihre erste Niederlage im Konzert der besten Schachspielerinnen Europas quittierte die ebenfalls 14 Jahre alte Anna Muzychuk aus der Ukraine, die im bisherigen Verlauf der Meisterschaft für Furore gesorgt hatte. Dennoch bedeuten ihre bisherigen 2,5 Punkte eine großartige Leistung. Ihre Kontrahentin Nadezhda Kosintseva durfte dagegen über den schwer erkämpften Erfolg jubeln und liegt in der Gruppe der unmittelbaren Verfolgerinnen.
Einige Bretter weiter hinten gab es ein Duell von zwei Spielerinnen des Dresdner SC. Im Endspiel behielt die erst 14 Jahre alte Evgenija Shmirina etwas überraschend die Oberhand gegen ihre Bundesliga-Kollegin Ulrike Rößler und erspielte sich ihren zweiten Sieg im Turnier. Der gelang auch Tina Mietzner, die gegen Diana Skibbe eine schwungvolle Angriffspartie zeigte. Kämpfen heißt es morgen für Elena Winkelmann, die auch heute eine Niederlage hinnehmen musste. „Ich muss wohl noch aktiver spielen“, rätselte die 12-jährige über die Ursachen.
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