|
|
 |
 |
 |
|
 |
 |
| Elisabeth Pähtz schlug heute mit Irina Sudakova bereits die dritte Gegnerin |
|
|
Frauen, Schachbretter, Sensationen
Marco Held / Dagobert Kohlmeyer
Einiges geboten bekommen die Zuschauer für ihr Eintrittsgeld bei der Frauen-Europameisterschaft in Dresden. Bereits nach den ersten Runden kündigt sich ein extrem spannendes Turnier an. Für die einheimischen Fans kommt hinzu, dass sich bisher mit ihrem dritten Sieg und einer „weißen Weste“ die 19-jährige Elisabeth Pähtz in der nur noch sieben Spielerinnen starken Spitzengruppe behaupten kann. Gestern schlug die Sportgymnasiastin die Russin Irina Sudakova in 38 Zügen. „Wir haben alles mit Yannick Pelletier vorbereitet und eine Lücke im Eröffnungsrepertoire von Irina gefunden“, erklärte die glückliche Siegerin nach der Partie. „Mein Freund und Coach ist ein wandelndes Theoriebuch. Darum habe ich seinen Ratschlag befolgt, Italienisch zu spielen. Unsere Rechnung ging auf.“ Der Schweizer Großmeister will noch bis Freitag zur Unterstützung seiner Freundin in Dresden bleiben, dann muss er selbst in der Schach-Bundesliga spielen. Neben Elisabeth setzte sich auf der Bühne das Favoritensterben fort, dass bereits in den ersten Runde für Aufmerksamkeit gesorgt hatte.
|
|
|
 |
| Anna Muzychuk sorgt für Aufsehen im Turnier - die 14-jährige hielt auch heute alle Gewinnversuchen stand |
|
Niederlagen für Stefanova und Kosteniuk
Zwei weitere Topfavoritinnen mussten eine Niederlage hinnehmen und müssen in den folgenden Runden den Rückstand wieder aufholen. Antoaneta Stefanova, die bulgarische Europameisterin von 2002, unterlag Lilith Mkrtchian aus Armenien, und auch die 19-jährige Russin Alexandra Kosteniuk musste die Segel gegen die für Italien spielende Elina Sedina streichen. Für eine weitere Überraschung konnte die Serbin Natasa Bojkovic sorgen, die den Hoffnungen von Tatiana Kosintseva, einer jungen russischen Geheimfavoritin, einen Dämpfer verpasste. Für Aufsehen im Spitzenfeld sorgt weiter die 14-jährige Ukrainerin Anna Muzychuk, die heute eine schlechte Stellung gegen die erfahrene Georgierin Ketevan Arakhamia-Grant zu verteidigen wusste. Die beiden liegen ebenso mit 2,5 Punkten in Lauerstellung wie etliche Großmeisterinnen, unter ihnen Titelverteidigerin Pia Cramling aus Schweden, die zuletzt gegen Monika Tsiganowa (Estland) erfolgreich war. Für den einzigen Dresdner Sieg neben Elisabeth Pähtz sorgte heute Evgenija Shmirina, die gegen die Schweizerin Corinne Rölli ihren ersten vollen Zähler im Turnier einfahren konnte. „Ich habe eine riskante Fortsetzung riskiert und Recht behalten, als wir beide nur noch wenig Zeit hatten.“, erzählte sie. Zwei Unentschieden gab es für Claudia Meißner und Galina Shmirina, die gegen bessere Gegnerinnen den „Spatz in der Hand“ behielten und das Angebot zur Punkteteilung akzeptierten. Dagegen mussten sich Ulrike Rößler, Tina Mietzner und Elena Winkelmann ihrer überlegenen Gegnerschaft beugen. Für sie gibt es ab 13 Uhr heute wieder Chancen auf Punkte.
|
|
|
|
 |
 |
 |
04.04.2004 |
 |
| Eindrücke einer Organisatorin |
Ein Mitglied des Oraginsationsteams gab der Bitte nach, einmal seine eigenen Eindrücke vom Turnier zu schildern. mehr |
 |
 |
 |
04.04.2004 |
 |
| Strahlende Alexandra Kosteniuk zum Abschluss |
Gelegenheit zur Ehrung der Siegreichen, der Besten und der Organisatoren war beim Abschlussbankett der Frauen-EM. mehr |
 |
 |
 |
03.04.2004 |
 |
| Das schönste Gesicht der EM |
Zuschauer und Journalisten waren sich einig: Der Titel der "Miss Europameisterschaft" gebührt Anna Sharevich. mehr |
 |
|
|
|